Scott Bradley im Narrenturm

Schon 2010 hatte ich im Narrentum im Wien gelesen – aus den Kolumnen, die die Welt nicht braucht. Die Location war seinerzeit sehr reizvoll gewesen, denn der Innenhof versprüht den Charme eines Gefängnis-Freigangs bei leichtem November-Niesel.

Diesmal mussten wir allerdings in den vierten Stock – immer noch reizvoll, wegen der vielen Exponate; denn der „Narrenturm“ ist eigentlich ein pathologisch-anatomisches Museum, die ausgestellten Dinge – vom Schädel bis zum eingelegten Körperteil – geben der Vorstellung von „Mutanten“ völlig neue Inhaltsmöglichkeiten (wirklich: schluck‘!).

Aber weil der Narrenturm rund ist, ist so ein Saal darin auf seltsame Art schlauchartig gewunden. Vorteil: Wenn man will, kann man von ganz rechts hinten zuhören, ohne den Vortragenden sehen zu müssen – so was hätten wir in den 80ern gebraucht, bei den rumhampelnden Synth-Pop-Bands…

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