1 Wort zur Hysterie wegen der Amazon-Seiten-Bezahlung

Scott Bradley (Cover) – Blondinen, Blobs & Blaster-Schüsse

Als Autor von – hoffentlich! – sowas wie „Page-Turner-Literatur“ finde ich es eine interessante Idee, nach „real gelesenen Seiten“ bezahlt zu werden. Insofern stimme ich diesem Beitrag zu: Der Schriftstellerverband, seine Mitglieder, Amazon und die Hysterie, der das meines Erachtens in der richtigen Tonlage betrachtet.

Ich sage das ausdrücklich als Schundautor (dieses Buches hier, über 5 schlimme Gefahren, die aus fremden Galaxien und unbekannten Dimensionen drohen), der sich zugleich als Literat versteht (ich gebe seit 25+ Jahren das Literaturmagazin Kaschemme heraus) und der außerdem Amazon nicht gerade für eine Benefit Corporation hält.

Lesen die einen Literaturbegeisterten ihre Hochliteratur nicht ebenso gerne wie die andern Literaturbegeisterten ihre Genre- und von mir aus auch „Schund“literatur? Es schlimm zu finden, dass Gedichtschreiber und – schwer definierbare – „literarische“ Autoren nach gelesenen Seiten bezahlt werden können, ebenso wie eben die Trivial- und Spannungsautoren (was keineswegs immer identisch sein muss), ergibt doch überhaupt nur dann Sinn, wenn man als Schlimmfinder heimlich der Meinung ist, dass in Wirklichkeit kein Mensch Gedichte lesen will (man sie aber dennoch irgendwie drucken sollte).

Und diese geistige Haltung finde ich wirklich schlimm.

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