Scott Bradley: Valentines Day

Stille herrschte in der kleinen Raumstation, die Commander Scott Bradley im fernen GRB 090429B als geheimen Rückzugsort für intime Stunden geparkt hatte. Ab und zu sendete ein defektes Röntgen-Echolot ein kurzes, energiereiches Signal in irgendeine Richtung und meldete dabei FIEP!, doch sonst herrschte Ruhe, er war allein.

Darüber sehr glücklich nahm Bradley ein Bad, so wie er das eben stets am 14. Februar machte. Als er der Wanne entstieg, dessen Inhalt von der Automatik sofort als radioaktiver Sondermüll klassifiziert und in die nächstgelegene Schwarze Loch gebeamt wurde, betrachtete er kritisch sein Erscheinungsbild im Spiegel.

„Tja, wir werden wohl alle nicht schöner.”, stellte er fest, als er Rasierschaum auftrug. Und als das 3-Personen-Shuttle der Escortagentur La Fotile andockte, schob er grinsend nach: „Anwesender natürlich ausgenommen. Happy Valentine!“

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(Eine Short-Mission aus dem kommenden Band 2 – wer nicht warten will, findet die aktuellen Abenteuer von Scott Bradley im ersten Band: www.amazon.de/dp/B009Z34MKW/ oder hier.)

Über Andreas Winterer

Jahrgang 1968 und gebürtiger Kölner. Autor und Erfinder von ‚Scott Bradley‘ und reichlich anderem Weltraum-Käse. Verdient seine Brötchen als freiberuflicher Schriftsteller, Autor, Journalist, Blogger, Coach und Berater für Kommunikation und Kreativität in München. Kennt wirklich jeden SciFi-Film auf sciencefictionlexikon.de, ist Herausgeber des Literaturmagazins kaschemme.de und Autor des satirischen SF-Romans ‚Cosmo Pollite‘ (2000), nominiert für die zwei wichtigsten deutschspachigen SF-Preise. Total wichtig also, aber furchtbar arm, also kaufen Sie bitte sein Buch.

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